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Seemann folgt Bergmann
21.03.2017
Im ehemaligen Braunkohlerevier in der Lausitz und rund um Leipzig entsteht eine Seenlandschaft in großem Stil, die sich zur größten, von Menschenhand geschaffenen Wasserlandschaft Europas mausern soll. Noch gibt es reichlich Entwicklungspotenzial. Hans Wischer berichtet.

Das Leipziger Neuseenland mit dem Cospudener See im Vordergrund mit Pier 1 in der Mitte des oberen Ufers und (im Uhrzeigersinn) dem Markkleeberger See, dem Störmthaler See, dem Rückhaltebecken Stöhna und dem Zwenkauer See. Ganz hinten im Dunst der Hainer See. (Foto: LMBV/Peter Radke)

Seit über 100 Jahren haben Bagger und Tagebauer ihren Spuren im Boden der Lausitz und rund um Leipzig hinterlassen, um nach Braunkohle zu buddeln, was die Landschaft hergab. Diese Spuren beseitigt derzeit die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbaugund Verwaltungsgesellschaft (LMBV mbH) und legt eine Seenlandschaft in großem Stil an. 172 Seen sind es insgesamt, und auf einigen von ihnen kann man bereits per Boot unterwegs sein. Die Kapazitäten der bereits angelegten Liegeplätze sind für maximal 7,50 bis neun Meter Länge ausgelegt.

 

Geografisch lassen sich die Seenplatten in zwei Regionen einordnen. Zum einen ist da das Lausitzer Seenland rund um die Städte Hoyerswerda, Senftenberg und Spremberg in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen, zum anderen das Leipziger Neuseenland rund um die Stadt Leipzig. Eine Wasserwegverbindung zwischen diesen beiden Regionen besteht nicht. In Brandenburg kennt man bereits Landesgewässer und eine entsprechende Nutzungsverordnung. In Sachsen gibt es noch keine Landesgewässer. Dort gilt für die im Sächsischen Wassergesetz aufgeführten, allgemein schiffbaren, nach Feststellung der Fertigstellung für die Nutzung durch Schifffahrt oder als schiffbar erklärten Gewässer (Schiffbarkeitserklärung) die Sächsische Schifffahrtsverordnung in Verbindung mit unterschiedlichen, regionalen Vorschriften, die von der LMBV zusammen mit den Landkreisen oder Kommunen für die maritime Nutzung festgelegt wurden.

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