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22.03.2018
Auf der Helgoländer Düne tummeln sich 436 junge Kegelrobben

Die Kegelrobben bevölkern seit gut 20 Jahren die Helgoländer Düne. Mit 426 Jungtieren sorgten sie in der Wurfsaison 2017/18 für eine neue Rekordzahl. (Foto: Theo Kruse)

Wieder ein Geburtenrekord bei den Kegelrobben auf der Helgoländer Düne: In der Wurfsaison 2017/18 wurden nach Mitteilung des Vereins Jordsand 426 Jungtiere geboren. Der Verein betreut gemeinsam mit dem Naturschutzbeauftragten der Gemeinde Helgoland,  Rolf Blädel, den Kegelrobbenbestand. Seit der ersten Kegelrobbengeburt im Jahr 1996 steigt die Zahl der bedrohten Raubtiere jährlich (2016/2017: 354 Jungtiere). Laut aktuellem Stand liegen derzeit 426 Jungtiere auf der Düne, die Wurfzeit ist beendet.

Besonders die ersten Lebenswochen der Kegelrobben sind sehr sensibel. In dieser Zeit sind die Jungen, ausgestattet mit einem Wollfell, darauf angewiesen, an hochwassergeschützten Strandabschnitten zu liegen. Beunruhigungen können dazu führen, dass die Verbindung zwischen Mutter und Jungem abreißt oder die Jungtiere ins Wasser gehen und dort noch nicht überleben. Anschließend findet die Paarungszeit der Wildtiere statt, die ebenfalls mit Vorsicht beobachtet werden sollte. Dabei kämpfen die Bullen miteinander. Die verantwortungsvolle Begegnung mit diesem Naturschauspiel ist durch die gemeinsame Arbeit der Naturschutzbeauftragten und ein Besucherinformationssystem möglich: Im letzten Jahr lockte der eigens wegen dieses Schauspiels errichtete Bohlenweg bereits hunderte Naturinteressierte an, die so die Möglichkeit hatten, die Aufzucht der Jungen aus sicherer Entfernung zu erleben. Gleichzeitig werden die Besucher an den Stränden und innerhalb von Führungen über die Lebensweise der Kegelrobben informiert.

Besonders bei Hochwasserlagen kann der Nordstrand sehr eng und damit schwer zugänglich sein. Gäste werden gebeten, zu diesen Zeiten diese Strandabschnitte zu meiden, um die Tiere nicht zu beunruhigen. Der Bohlenweg ermöglicht es, trotzdem einen einmaligen Blick auf die Kinderstube der Robben und den Strand zu werfen. Man sollte stets einen Mindestabstand von 30 Metern einhalten, denn die Kegelrobbe ist Nordeuropas größtes Raubtier.  (tk)

 

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