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180 Jahre ausgezeichnete Vorstandsarbeit
01.05.2018
LMB blickt auf ereignisreiches Jahr zurück – Vorstand im Amt bestätigt – Verband wächst weiter

Treue Weggefährten: LMB-Vorsitzender Michael Brassat (r.) und DMYV-Präsident Winfried Röcker (2.v.r.) ehrten langjährige Vorstandmitglieder. (Foto: LMB)

Der Landesverband Motorbootsport Bremen (LMB) wächst weiter, er kann sich auf eine große Zahl treuer Mitglieder verlassen, hat Vertrauen in seinen Vorstand und blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Dise ist die Quintessenz der  Jahresmitgliederversammlung 2018, zu der LMB Vorsitzender Michael Brassat Vertreter von 25 der im Verband organisierten 36 Mitgliedsvereinen begrüßen konnte. Als Ehrengäste waren Winfried Röcker, Präsident des Deutschen Motoryachtverbandes (DMYV), Norbert Köhler, Präsident des Landeskanuverbandes Bremen (LKV Bremen), und Nils Kollert als Vertreter des Vorstandes des Fachverbandes Segeln Bremen (FSB)  in das Bootshaus des gestgebenden Wassersportvereins Hemelingen gekommen.

Als neue Mitgliedsvereine im LMB begrüßte Michael Brassat den Wassersportverein Geeste aus Bremerhaven und den Bremer Yacht Club aus Hasenbühren (beide auch DMYV). Damit, so der Vorsitzende, seien jetzt 36 Vereine im Verband organisiert, 20 davon sind gleichzeitig Mitglied im DMYV. Alle Mitgliedsvereine zusammen stellen rund 1400 motorisierte Wassersportler im Revier.

Feierlicher Tagesordnungspunkt war die Ehrung verdienter Mitglieder. Gemeinsam mit dem DMYV bedankte sich der LMB für insgesamt rund 180 Jahre Vorstandsarbeit mit der Verdienstmedaille des Deutschen Motoryachtverbandes. Eine Verdienstmedaille in Bronze ging an Rolf Eickhoff, Motorkanuwart im Wassersportverein Warturm, Hafenmeister der ersten Stunde in der LMB Marina Bremen und Unterstützer in allen technischen Fragen. Weitere Verdienstmedaillen in Bronze gab es für Karl-Heinz Hägermann (Wassersportverein Am Sperrwerk), Jörg Warncke (Wassersportgemeinschaft Tümmler) für sechsjährige Tätigkeit als Vorsitzender und für Sven Foerster (Eisenbahn-Sportverein Blau-Weiß Bremen), der seit 18 Jahren ehrenamtliche Vorstandsarbeit leistet und seit sechs Jahren Vorsitzender des ESV ist. Die Verdienstmedaille des DMYV in Silber ging an Harald Buch (Bootsclub Marienbrücke) für 23 Jahre Vorstandsarbeit, Ulrich Kuhnke (Wassersportverein Roland) für 30 Jahre Vorstandsarbeit, Peter Struck (Wassersportclub Bremen) für 27 Jahre Vorstandsarbeit, Erhard Köhler (Bremer Motor-Yacht Club) für 30 Jahre Vorstandsarbeit und Rainer Flathmann (Wassersportgemeinschaft Wümme) für 25 Jahre Vorstandsarbeit.

Winfried Röcker, Präsident des DMYV, berichtete in seiner Ansprache vom Wandel des Deutschen Motoryachtverbandes vom Verband der Vereine zum Verband der Verbände. Die Landesverbände bildeten die Schnittstelle zwischen dem DMYV und seinen Mitgliedern und seien damit eine wichtige Vertretung des Bundesverbandes vor Ort. Röcker wies auf die satzungsgemäße Verpflichtung neuer Vereine im LMB hin, gleichzeitig auch dem DMYV beizutreten, und warb noch einmal für die Vorteile einer bundesweiten Interessenvertretung im motorisierten Wassersport. Der Jugend- und Leistungssport im DMYV werde sich wandeln, zum einen durch die Übernahme der Rennsportsparte des ADAC, aber auch durch eine Neuorganisation der Motorbootjugend im DMYV, blickte Röcker in die Zukunft. Hier stünden in Kürze Wahlen zum Bundesjugendvorstand an, der dann mit der Forderung der Landesverbände betraut sein werde, mehr breitensportfähige Jugendarbeit zu organisieren. Gleichzeitig erinnerte der DMYV-Präsident an Horst Lehning, den Gründer des LMB, und bedankte sich bei den Vereinsvoritzenden und bei Michael Brassat für die gute Zusammenarbeit.

Anschließend berichtete der Vorstand über die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit. Hierzu gehörte unter anderem die Thematik „CityPort Bremerhaven“, für den die Stadt Bremerhaven einen neuen Betreiber suchte. Der Vorsitzende hatte hier ein erstes mögliches Konzept für einen wirtschaftlichen Betrieb erstellt, welches jedoch aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen nicht weiter verfolgt werden konnte. Die Problematik wurde dann an den LSB vermittelt, der nunmehr seit einem Jahr die Vereine vor Ort politisch unterstützt. Peter Künzel berichtet an dieser Stelle, dass es offensichtlich in Kürze annehmbare Lösungen zur Weiterführung geben werde und damit die Vereine in ihrem Bestand fortgeführt werden könnten.

Der LMB und der Landeskanuverband Bremen haben jeweils einen Protestbrief bezüglich der Abschaffung der Wasserschutzpolizei in Bremen an den zuständigen Senator gesandt. Hier bemängeln die Verbände offen die fehlende Präsenz im Stadtgebiet und die eingestellte Präventionsarbeit. LKV-Präsident Norbert Köhler berichte dazu, dass es in dieser Sache bereits ein Umdenken gebe und dazu demnächst eine Rückmeldung erwartet werde.

Michael Brassat erläuterte die Forderung des LMB, wonach der Landessportbund die DOSB Richtlinie zur Umsetzung der „Einheitlichen Regelung zur Zuordnung von Mitgliedern zu den Fachverbänden (DOSB)“ umsetzen solle. Diese Forderung finde nach zwei Jahren endlich Gehör. Nachdem das Papier vom Präsidium des LSB über den Hauptausschuss nun an die Konferenz der Fachverbände weitergegeben worden sei, habe sich diese mehrheitlich für einen Antrag auf Satzungsänderung im LSB ausgesprochen.

Der LMB betreibt als Geschäftsbetrieb die in der Bremer Innenstadt gelegene LMB Marina Bremen. Hier konnte der Vorstand auch für 2017 ein positives Geschäftsergebnis vorlegen. Die Einnahmen konnten deutlich gesteigert werden, nicht zuletzt, weil die Anlage seit 2017/2018 für Winterlieger zur Verfügung steht. In diesem Zuge wird die Modernisierung der Anlage weiter vorangetrieben. Neben dem neuen Sanitärcontainer für Damen, der aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten beim Lieferanten noch aussteht, soll die Anlage 2018 winterfest gemacht werden. Das nächste große Projekt an der Marina wird die Sanierung der Stegbelege und die Organisation des ehrenamtlichen Hafenmeisterpersonals sein. In diesem Zusammenhang beklagte Brassat, dass sich zu wenig Vereine beteiligen und forderte die Mitglieder zu mehr Unterstützung auf. Künftig wird der Vorstand einen neuen Beisitzer Hafenmeister präsentieren, der eine Art „Personalrat“ für die Hafenmeister darstellen soll.

Jugendreferent Andreas Zint beklagte, dass es zurzeit keine aktive Jugendgruppe auf Verbandsebene gebe, da in der letzten Saison für das Training keine Wasserfläche zur Verfügung gestanden habe. Zint dankte Thorsten Hengst, der um Unterstützung zum Familientag 2017 des Wassersportverein Ritterhuder Ulen gebeten hatte. Mit der verbliebenen Resttruppe der Jugend hatte Andreas Zint an dem Tag für die Jugendarbeit geworben. Für 2018 stehen neue Kooperationen im Schulbereich sowie mit der Jugendfeuerwehr Arsten an, die es zu organisieren gilt.

Mitglieder und Kassenprüfer entlasteten den Vorstand mit einem positiven Geschäftsergebnis des Verbandes und der Marina Bremen. Damit endete die zweijährige Amtszeit des Vorstandes, und mit Ausnahme von Schatzmeister Pierre Kanitz stellten sich alle Vorstandsmitglieder zur Wiederwahl. Als zusätzliche Unterstützung stellten sich Otto Stoeß, Lorena Hauk und Sascha Cordes der Versammlung vor. Der neue/alte Vorstand des LMB wurde von den Mitgliedern wie folgt gewählt: Michael Brassat (Vorsitzender), Susanne Albuquerque (Schatzmeisterin), Lorena Hauk (Schriftführerin), Otto Stoeß (Landesumweltbeauftragter), Andreas Zint (Jugendreferent) sowie Sascha Cordes als neuer Beisitzer und „Personalvertreter“ der Hafenmeister an der LMB Marina Bremen.

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