F18 Weltmeisterschaft - 11. bis 18. Juli 2015

F18: Rekord-WM vor Kiel

Kiel steuert auf die nächste Rekord-Weltmeisterschaft hin. Denn zu den globalen Titelkämpfen der Formula-18-Katamarane (11. bis 18 Juli) hatten bis Ende April bereits 194 Duo aus 24 Nationen fest gemeldet. Damit steht das maximal zur Verfügung stehende Teilnehmerkontingent von 200 dicht davor, geknackt zu werden. Und die Zahl von 185 Crews als bisheriges WM-Rekordergebnis dürfte im Sommer vor Schilksee wohl übertroffen werden. Die F18 sehen sich damit bestens aufgestellt im Konkurrenzkampf der Klassen und erwarten durch die WM sogar noch weiteren Schwung für die Zukunft.

„Wenn es tatsächlich 200 Crews werden sollten, dann würden wir uns natürlich freuen. Aber auch so steht schon fest, dass es ein großartiges Event wird", sagt der deutsche Klassenboss Jens Uwe Tonne aus Flensburg. Die Gründe für den Ansturm sind aus seiner Sicht schnell ausgemacht: „Deutschland hat selbst eine große Flotte, was man an 55 Meldungen sieht. Aber es ist auch der Kieler Ruf, der zieht - begründet auf der Bekanntheit der Kieler Woche. Und die Lage Kiels ist für skandinavische Crews perfekt."

Dass die Meldezahlen direkt nach Öffnung des Meldeportals so stark nach oben geschossen sind, zeige die hohen Ambitionen der Klasse, so Tonne: „Auch ohne Olympiastatus wird bei den F18 auf sehr hohem Niveau gesegelt." So lockt die Klasse stets Segler mit ehemaligen oder aktuellen Olympia-Ambitionen an.

Allein die Meldungen aus Deutschland bilden das Who-is-Who der nationalen Katamaran-Szene ab. So geht René Schwall (Olympia-Bronze im Tornado 2000) ebenso an den Start wie Justus Wolf (Tornado-Europameister 1988), Eckart Kaphengst (Olympiateilnehmer 1984 im Tornado) und Helge und Christian Sach. Die Brüder aus Zarnekau, 1994 Vize-Weltmeister im Tornado, gelten als die hoffnungsvollsten deutschen Teilnehmer, gelang ihnen doch schon 2006 der Gewinn der F18-WM.

„Die beiden sind sicherlich hoch einzuschätzen, schließlich kennen sie sich auf dem Kieler Revier bestens aus. Aber auch Jörg Gosche und Hannes Pegel haben sicherlich eine Chance auf eine vordere Platzierung", sagt Tonne, der sich bei der Favoritennennung nicht festlegen möchte, aber dem Titelverteidiger Gunnar Larsen aus den Niederlanden sowie den australischen und US-amerikanischen Teams eine starke Rolle zutraut.

Es wird auf jeden Fall ein höchst interessantes internationales Geschehen mit Teilnehmern aus 23 Nationen. „Die Klasse funktioniert sehr gut. Wir sind in 25 Ländern über die gesamte Welt organisiert, und die kommen in Kiel auch fast zusammen", sagt Tonne.

Das Erfolgsgeheimnis der F18 liegt in der Rasanz der Boote, die sich immer weiter entwickeln. „Das Modell einer Vermessungsklasse mit einer Art Box-Rule, die nur die entscheidenden Rumpf- und Segeldaten vorgibt, funktioniert sehr gut. Wir haben sieben bis acht Hersteller und eine ständige Evolution. So sind die Rümpfe mit Wave-Piercern bei gleichzeitig hohem Auftrieb auf aktuellem Stand. Und auch die Segelmaterialien sind höchst modern. Trotzdem ist das Preisniveau erschwinglich. Durch das Mindestgewicht von 180 kg wird eine teure Jagd nach immer leichteren Materialien verhindert", sagt der deutsche Klassenboss.

Tonne erwartet durch die WM vor Kiel einen weiteren Aufschwung in der deutschen Klasse, die in den vergangenen Jahren schon stetig gewachsen ist, aber auch international: „In Skandinavien könnte sich einiges tun. Möglich ist auch, dass die Weltmeisterschaft in zwei Jahren in den Norden geht." Von Kiel aus dürften auf jeden Fall im Juli spektakuläre Bilder von der Formula-18-WM um die Welt gehen.Auch im Landprogramm und medial wird den Teilnehmern, Familien und Fans einiges geboten. Zusammen mit verschiedenen Partnern und der nationalen und internationalen KV werden zwei Abendessen im Rahmen der F18 WM geboten. Zusätzlich wird für die Segler und Fans ein Tracking eingerichtet und es wird auch TV Bilder über den offenen Kanal geben. Besonders hervorzuheben ist das anspruchsvolle Logistik-Konzept, das - wenn einmal fertig - eine Weltneuheit der Klasse sein wird.

Zentraler Ort an Land wird  der Strandabschnitt zwischen Schilksee und Strande werden, wo die Kats liegen und von wo aus die Crews auf kurzem Wege zum Campingplatz kommen, der für die WM wohl voll besetzt sein wird.„In der Organisation holen wir auch die Kollegen der Strander Katamaran Segler mit an Bord, tauschen uns in regelmäßigen Treffen aus“, berichtet Nikolaus Rickers, Geschäftsführer von POS. Das Zeitfenster der WM direkt vor dem Schulferienbeginn in Schleswig-Holstein ist gut gewählt. Denn dann ist die 2/3-Belegung der kleinen Strandbucht durch die Kats noch möglich. „Wir sorgen aber natürlich dafür, dass auch der Badespaß und der Zugang für die Taucher gewährleistet wird. Ein vorsichtiges Miteinander ist das Wichtigste. Im Gegenzug bringt die WM aber auch Spannung und Unterhaltung an den Strand“, so Rickers, der die gute Zusammenarbeit der Gemeinde Strande, der Landeshauptstadt Kiel mit der Sporthafen Kiel, der deutschen F18-Klassenvereingung, der Strander Katamaran Segler und des Kieler Yacht-Clubs hervorhebt.

Das Regattagebiet wird flexibel auf einer Achse zwischen der Strander Bucht und dem Kieler Leuchtturm ausgelegt, so dass schnelle Wege auf die Bahn möglich sind und die bis zu vier Rennen am Tag schnell abgewickelt werden können.

Für mehr Informationen: www.facebook.com/f18worlds2015


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F18 Weltmeisterschaft vom 11.-18.07.2015 - Weitere Informationen unter www.2015.f18worlds.com/

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