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15/02 2008

Hamburgs Senatorin Dinges-Dierig ehrt die Sieger am 22. Februar im Rathaus


Foto: Beluga Bremen

Welche deutsche Hochseeyacht war die erfolgreichste der Segelsaison 2007? Diese Frage beantwortet Hamburgs Sport- und Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig am kommenden Freitag (22. Februar) im Rathaus der Hansestadt mit der feierlichen Verleihung des ersten German Offshore Awards. Der Preisträger wurde von einer Fachjury unter Vorsitz des Hamburger Segler-Verbands aus mehr als 60 Rennyachten nominiert, von denen die zehn besten vorgestellt werden. Zum Senatsempfang mit festlichem Abendessen erwartet die German Offshore Owner’s Association (GER-OO) als Interessengemeinschaft von Hochseeseglern und Initiator der Veranstaltung mehr als 300 Gäste aus dem In- und Ausland und will damit vor allem auf die brückenbildende Bedeutung des internationalen Regattasports hinweisen.

 

Im Vordergrund des Festakts steht aber zunächst ein Rückblick auch in Ehrfurcht: Schwere Stürme mit haushohen Wellen, das bedeutete manchmal nicht nur stunden-, sondern sogar tage- und nächtelanger Kampf im wilden Element. Der neu ins Leben gerufene Senatspreis würdigt die Höchstleistungen von Skippern und deren Mannschaften, die mentale und physische Herausforderungen bravourös meisterten, die mit kaum einer anderen Disziplin zu vergleichen sind. Nach Analyse des renommierten Kieler Diplom-Meteorologen Meeno Schrader flossen entsprechend - quasi durch die Jury mit einem Schwierigkeitsgrad belegt - auch die jeweiligen äußeren Bedingungen bei den bewerteten Regattaerfolgen mit ein. Unvergessen sind das HSH Nordbank blue race von New York über den Nordatlantik nach Hamburg, in dem die Kieler „Outsider“ von Tilmar Hansen – ein Mitfavorit auf die Auszeichnung – Zweiter wurde. Oder das Rolex Fastnet Race in Großbritannien mit der jungen Mannschaft der „Norddeutschen Vermögen Hamburg“ des Hamburgischen Vereins Seefahrt (HVS) unter Skipper Georg Christiansen im Vorderfeld sowie das Rolex Middlesea Race in Malta, als der Hamburger Felix Scheder-Bieschin mit seiner „Vineta“ aufs Treppchen kam.

 

„Der Senatspreis wird übergreifend für Erfolge bei internationalen Regatten aller Wertungssysteme vergeben“, betont der GER-OO-Vorsitzende Volker Andreae aus Hamburg ausdrücklich, der mit seiner „Inschallah VI“ selbst zu den zehn Besten gehört. So zähle selbstverständlich auch der Bremer IMS-Weltmeister Christian Plump mit seiner „Beluga“ zu den Top Ten. Sonderpreise werden für die Regatta des Jahres und beste Jugendcrew 2007 vergeben. „Die Nachwuchsförderung im Hochseesegeln mit seinen Attributen der Teamfähigkeit, Ausdauer, gewissenhaften Vorbereitung sowie hoher Sozialkompetenz liegt allen Veranstaltern der German Offshore Awards am Herzen“, bekräftigte Harald Harmstorf als Vorsitzender des Hamburger Segler-Verbands.

 

Das Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg mit seinem historischen Saal biete einen außergewöhnlichen Rahmen für eine vielbeachtete Premiere, so Andreae, die bei der Behörde für Bildung und Sport und der Senatorin Dinges-Dierig sofort Unterstützung fand. „Hamburg als Tor zur Welt und zu den internationalen Regattarevieren ist traditionell Ursprung und ein Zentrum deutscher Regattaaktivitäten“, erklärt der GER-OO-Vorsitzende, warum der Festakt zwischen Elbe und Alster stattfinde. Mehr als 150 Jahre schon werde in Hamburg das Hochseesegeln mit all seinen positiven Facetten wirklich gelebt.

 

„Der völkerverbindende Charakter unser Wettfahrten, ob Kurzrennen oder Langstrecke, ist von einem Sportsgeist getragen, der seinesgleichen sucht“, sagt Volker Andreae, „das wollen wir fördern und noch mehr Eigner und Crews motivieren, sich den künftigen Regattahöhepunkten zu stellen.“ So wird der Kommodore des Royal Ocean Racing Clubs (RORC), David Aisher aus London, als Ehrengast die festen, grenzüberschreitenden Bande dokumentieren und ein deutsches Team zum Rolex Commodore’s Cup einladen, der Ende Juni in Cowes vor der südenglischen Küste ausgetragen wird. In Travemünde startet Mitte Juli der vierte Baltic Sprint Cup zur Pflege pan-baltischer Beziehungen. Zum hochkarätigen Feld mit bereits mehr als 40 gemeldeten Schiffen gehört auch Aishers „Yeoman“.

 

Bevor die Senatorin Dinges-Dierig den German Offshore Award vergibt, wird der Vorsitzende des Hamburger Segler-Verbands als Mitveranstalter die zehn besten Yachten vorstellen. Diese sind:

Bajazzo, Sven Zoller (Elmshorn)

Beluga, Christian Plump (Bremen)

Frühstücksdirektor, Jörn Bock (Hamburg)

Inschallah VI, Volker Andreae (Hamburg)

Juxbox, Jan Meineke/Lars Carstensen (Fehmarn)

Norddeutsche Vermögen Hamburg, Georg Christiansen, Hamburgischer Verein Seefahrt

Outsider, Tilmar Hansen (Kiel)

Sunbird Dry, Norbert Drücker (Bremen)

Vineta, Felix Scheder-Bieschin (Hamburg)

Wappen von Bremen III, Gerd Spitzley/Sven Nehlsen, Segelkameradschaft Das Wappen von Bremen


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