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31/07 2008

Baltic Sprint Cup: „Scho-ka-kola“ erste im Ziel


Die schnelle Crew der "Scho-ka-kola".

„Danebury“ vor „Yeoman XXXII“ und „Outsider“, so lautet der Endstand des vierten Baltic Sprint Cups der Hochseesegler bei den Rennyachten. Der US-amerikanische Skipper Mike Castania steuerte die britische Rogers 46 „Danebury“ am Donnerstag (31. Juli) auch auf der letzten Etappe von Gdańsk/Polen nach Rønne/Dänemark zum Sieg in der Racer-Division und ließ die baugleiche Etappenzweite von David Aisher (ebenfalls Großbritannien) insgesamt sechs Punkte hinter sich. „Bronze“ ging an den Kieler Tilmar Hansen mit der „Outsider“. Durch leichte Winde stand die mit Spannung erwartete Entscheidung bei den Fahrtenschiffen (Cruiser-Division) noch aus.Wie engagiert die „Outsider“ als beste deutsche Crew um einen Medaillenrang kämpfte, zeigte sie schon beim Start im polnischen Gdańsk. Die „Scho-ka-kola“ von Uwe Lebens aus Norderstedt wurde vor der Linie hochgeluvt und verlor dabei einige Minuten. Dennoch erreichte Lebens den Zielhafen auf Bornholm nach 171 Seemeilen und einer strategischen Meisterleistung als Erster und bewies sogar gegen die theoretisch deutlich schnellere „Calypso“ des Hamburgers Gerhard Clausen seine Klasse, die nur als Vierte ins Ziel kam.„Das war nichts für schwache Nerven“, meinte ein überglücklicher Uwe Lebens nach dem Zieldurchgang in Rønne, „taktisch vielleicht die anspruchsvollste aller Etappen.“ Die „Scho-ka-kola“-Crew wählte eine Route südlich der Ideallinie und hatte den richtigen Riecher. „Wir haben nie auf der Stelle gestanden“, so Lebens, „sondern sind auch in den ganz flauen Stunden immer noch mit vier Knoten Fahrt vorwärts gekommen. Solche Regatten werden nachts gewonnen.“Die Stunde schlug exakt 12.12 Uhr und 42 Sekunden, als die 17,35 Meter lange Rennyacht vom Typ Reichel-Pugh 56 über die Ziellinie fuhr. Eine gute halbe Stunde später folgte die litauische „Ambersail“. Die 60 Fuß lange V.O. 60, die 2001 als „Assa Abloy“ Zweite beim Rennen um die Welt war, musste der Konkurrentin jedoch viel Zeit vergüten und fiel berechnet erneut weit zurück.Eine Zitterpartie wurde der Ausgang der Regatta für die Crew der „Outsider“. Denn: Die viel kleinere Hanse 37 „Schüddelfrost“ von Friedrich Böhnert aus Hamburg hätte die Elliott 52 berechnet noch vom Treppchen stoßen können, wenn sie bis zum frühen Abend auf Bornholm angekommen wäre. Das war jedoch am späten Nachmittag trotz leicht auffrischender Winde nur noch theoretisch möglich.Erst für Freitag (1. August) wurde die endgültige Entscheidung in der Cruiser-Division erwartet. Als die schnellsten Racer im Ziel waren, hatte das Gros des Felds noch die Hälfte der Schlussetappe vor sich. Und es drohte in der zweiten Nacht auf See erneut Flaute. In der Gesamtwertung führte die „Chaos quarante“ von Thomas Nielsen aus Eckernförde mit vier Punkten zwei Zähler vor den punktgleichen Yachten „Summer Wine“ von Stefan Qviberg aus Schweden und „Flying Circus“ des Lübeckers Wolfgang Uecker.Beim Baltic Sprint Cup über 710 Seemeilen in vier Etappen in fünf Länder segeln ganz verschiedene Yachten gegeneinander. Dabei wird die Leistung einer Crew gerecht bewertet, indem ihre gesegelte Zeit, berechnet mit dem schiffseigenen Handicap-Faktor ermittelt. Die Gruppe der Racer segelt nach dem Wertungssystem IRC, und die Cruiser werden nach ORC-Club bewertet. In beiden Divisionen wird es Gesamtsieger geben. Weitere Informationen und aktuelle Positionsmeldungen sowie Fotos gibt es im Internet unter www.balticsprintcup.com. 


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