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30/07 2008

Endspurt zum Sieg: Das Rennen nach Rønne


Bei leichten Nordostwinden ging es nach einstündiger Startverschiebung am Mittwoch (30. Juli) auf die letzte Etappe des diesjährigen Baltic Sprint Cups vom polnischen Gdansk zur dänischen Insel Bornholm. Die schwedische „Essex Girl" erwischte den besten Start, aber schnell setzte sich die Kieler „Outsider" an die Spitze und führte das Feld hoch am Wind aus der Danziger Bucht. 170 Seemeilen nach Rønne auf der dänischen Ferieninsel Bornholm liegen vor den 56 gestarteten Crews. Und es geht um die richtige Taktik für den Sieg, denn diese Wettfahrt kann nicht gestrichen werden.

Angriff oder Verteidigung - die Ziele der Segler des Baltic Sprint Cup 2008 sind unterschiedlich gewichtet. Nachdem die Frauencrews der „KPMG" um Skipperin Inken Braunschmidt und Kirsten Harmstorf mit der „TUI" bei den Kurzstreckenrennen zwischen Gdynia und Gdansk ordentlich punkten konnten, gehen die Frauen hoch motiviert in die letzte Runde. Für die Rogers 46 „Danebury" von Mike Castania (USA) hingegen gilt es die Führung in der Racer Wertung zu verteidigen. Vor dem Schwesterschiff „Yeoman XXXII" von David Aisher aus London segelte Castania in den vergangenen Etappen allerdings fünf komfortable Punkte heraus und wird nur noch schwer zu schlagen sein. Tilmar Hansen aus Kiel liegt mit der „Outsider" momentan auf Rang drei. Die Elliott 52 segelte nach dem Start in Gdansk erneut schnell vorweg und unterstrich ihre Ambitionen noch auf Platz zwei vorzurücken.

Und die Organisatoren Henning Rocholl (Hamburg) und Wettfahrtleiter Alan Green (London) haben für die letzte Etappe eine Spannungserhaltende Regel eingebaut. Grundsätzlich gilt für den Baltic Sprint Cup: das schlechteste Etappenergebnis geht nicht in die Wertung mit ein, ausgenommen es handelt sich dabei um das Rennen nach Rønne.

Thomas Nielsen mit der Eckernförder „Chaos Quarante" vom Typ Dufour 40 hat von Beginn der Regatta an die Cruiser Klasse angeführt und zeigte sich bereits vor dem ersten Start in Travemünde kampflustig: „Im vergangenen Jahr waren wir zweite, diesmal wollen wir den Sieg!" Dafür muss er mit seiner Dufour 40 allerdings weiterhin zwei Punkte vor der schwedischen „Summer Wine" bleiben, die ihm dicht auf den Fersen ist. Auch Wolfgang Ücker erhebt mit der „Flying Circus" noch Anspruch auf den Sieg. Die Crew der Lübecker X-332 liegt Punktgleich hinter den Schweden.

Es sind die letzten Meter auf der insgesamt 710 Seemeilen langen Strecke des diesjährigen Baltic Sprint Cups, der über vier Etappen in fünf verschiedenen baltische Staaten führt. Und es geht um die letzte Chance auf den Sieg. Dabei verheißt der Wetterbericht für die erste Nacht auf See nichts Gutes: „Der Baltic Sprint Cup 2008 findet weiterhin unter der Schirmherrschaft desselben Hochdruckgebietes statt. Es kann für etliche Stunden Flaute herrschen, bis in den Donnerstagvormittag hinein", warnt Meeno Schrader von der Kieler Firma Wetterwelt.

Wann die Yachten Bornholm erreichen hängt also davon ab, wie sie die Flautenlöcher meistern. „Der Zieleinlauf ist diesmal schwer vorherzusagen, aber wir erwarten die ersten Crews nicht vor Donnerstagmorgen im Ziel, das kann sich diesmal etwas hinziehen", meint Henning Rocholl.

Nicht alle der insgesamt 61 am Baltic Sprint Cup teilnehmenden Yachten segeln durchgängig alle Etappen mit. So ist beispielsweise die polnische „Nauticus" im letzten Rennen nicht mehr dabei. Dafür stieß die DK 46 „Tutima" von Tom Ebert aus Frankfurt zur Flotte. Die „Vanguard" von Philip Lubinus aus Kiel meldete sich bereits während der ersten stürmischen Etappe ab.



Weitere Informationen, einen Fleettracker mit aktuellen Positionsmeldungen und Fotos gibt es im Internet unter www.balticsprintcup.com.


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