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29/07 2008

Baltic Sprint Cup: Flinke Frauen voraus


In zwei Kurzwettfahrten wurde während des Baltic Sprint Cups am Dienstag (29. Juli) die Danziger Bucht ersegelt. Dabei kam es auf schnelle Manöver und gutes Bootshandling an. Da zahlte sich das intensive Training der Frauencrews aus. Die „KPMG“ unter Skipperin Inken Braunschmidt konnte das erste Rennen in der Racer Klasse für sich entscheiden, gefolgt von Kirsten Harmstorf, die auf der „TUI“ ebenfalls mit rein weiblicher Crew segelt. Bei den Cruisern freute sich die schwedische „Summer Wine“ über zwei Tagessiege. Der vierte Baltic Sprint Cup führt in vier Etappen durch fünf Länder. Dabei werden über 710 Seemeilen abgesegelt.Bereits in der dritten Wettfahrt von Klaipeda (Litauen) ins polnische Gdynia segelte die „KPMG“ zum Sieg in ihrer Klasse Racer 2. Nun legten die acht Mädels um Skipperin Inken Braunschmidt mit der Archambault 35 „KPMG“ noch einen drauf. Die Crew, die bereits im vergangenen Jahr beim Blue Race über den Nordatlantik segelte, zeigte sich gut eingespielt. „Wir sind hier ja mit einem anderen Schiff unterwegs und segeln nicht mehr die große X-62, daher haben wir früh im Jahr mit dem Training angefangen um für den Baltic Sprint Cup gut gerüstet zu sein, das hat sich jetzt ausgezahlt“, strahlte die 33-jährige Unternehmensberaterin aus Dortmund.Noch besser schnitten die Seglerinnen um Skipperin Kirsten Harmstorf (35)  bei den Kurstreckenrennen ab. Zwei mal fanden die „TUI“-Frauen sich am Dienstag auf Platz zwei der Ergebnisliste. Das Team aus Hamburg behauptete sich früher bereits international erfolgreich mit der J/24 „AntiGen“ und ist geübt in Kurzwettfahrten. Nur der Kieler „Josefine“ von Skipper Borries Broszio mussten die Hamburgerinnen im zweiten Rennen des Tages den Vortritt lassen. Inken Braunschmidts Crew landete im zweiten Start auf Rang sechs.Im Gesamtklassement bedeutet dass Platz neun für die „KPMG“ und Rang 13 für die „TUI“. Aber noch steht eine Wettfahrt aus. An der Spitze der Racer Gesamtwertung konnte sich Mike Castania mit einer soliden Leistung in der Bucht von Gdansk behaupten. Auch für David Aisher lief der polnische Zwischenstopp gut. Der Commodore des Royal Ocean Racing Clubs (RORC) in London platzierte sich mit seiner „Yeoman XXXII“ gleich hinter dem Schwesterschiff „Danebury“ und rückte auf Gesamtrang zwei vor.Zwei sogenannte „Up and down Rennen“ von gut einer Stunde ließ Wettfahrtleiter Alan Green segeln. „Bei nördlichem Wind von etwa drei bis vier Windstärken haben wir hervorragende Segelbedingungen in der Bucht vorgefunden“, so Green. Die dritte Frauencrew des Baltic Sprint Cups segelt in der Cruiser Klasse und landete zweimal auf dem zwölften Platz. Skipperin Sabine Juettner-Storp liegt mit ihrer eigenen Yacht „DHH Cross Match“ nun auf Gesamtrang 16.Die Cruiser Wertung wird weiterhin von Thomas Nielsen aus Eckernförde und seiner Dufour 40 „Chaos Quarante“ angeführt. Aber die schwedische „Summer Wine“ von Stefan Qviberg konnte sich nach zwei Tagessiegen in der Bucht von Danzig mit Punktgleichheit auf den zweiten Platz vor „Flying Circus“ aus Lübeck schieben. „Wir sind bisher natürlich sehr zufrieden mit der Regatta“, sagt Skipper Qviberg, der seine „Summer Wine“, eine Arcona 400 selbst konstruiert hat. „Das ist unsere erste Teilnahme am Baltic Sprint Cup. Nachdem wir auf der Hamburger Bootsausstellung schon mehrfach davon gehört haben, wollten wir in diesem  Jahr endlich teilnehmen und sind glücklich über unsere Ergebnisse und sehr zufrieden mit der Regattaorganisation.“  Die Tage im polnischen Gdynia, dem Zielhafen der dritten Etappe und Gdansk, dem Tagesziel am Dienstag werden zusammengefasst unter dem Namen „DnB Nord Offshore Regatta-Days“. Wegen der Verpflichtungen an Land verzichtete Sven Herlyn, Geschäftsführer der DnB Nord daher auf einen Start bei den Kurzwettfahrten. Seit der ersten Veranstaltung 2005 engagiert sich die Bank als Sponsor im Baltic Sprint Cup. Mit seiner „Red’n Hot“, einer Luffe 40 nimmt Herlyn nun erstmals selber teil. Am Mittwochmittag gehen 57 Yachten der Flotte an den Start zur letzten und entscheidenden Wettfahrt nach Rønne auf Bornholm (Dänemark). Gut 170 Seemeilen sind dabei zu absolvieren. Spannend wird die letzte Wettfahrt auch dadurch, dass sie mitgezählt werden muss. Im Wertungssystem des Baltic Sprint Cups, kann das schlechteste Ergebnis gestrichen werden, nicht aber das Rennen nach Rønne.Weitere Informationen, während der Etappen aktuelle Positionsmeldungen und Fotos gibt es im Internet unter www.balticsprintcup.com. 


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