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25/07 2008

"Calypso" First Ship Home in Klaipeda


Scho-ka-kola aus Nordferstedt

Die größte Yacht der Baltic Sprint Cup Flotte erreichte am Donnerstagmorgen (24. Juli) als Erste die Hafenstadt in Litauen. "Scho-ka-kola" folgte mit beeindruckender Leistung vor "Outsider". Leichter Wind forderte während der zweiten Etappe von Karlskrona (Schweden) nach Klaipeda (Litauen) taktisches Geschick und Konzentration von den 56 gestarteten Crews. Der vierte Baltic Sprint Cup führt insgesamt 60 Yachten in vier Etappen über die Ostsee. Dabei werden fünf verschiedene Staaten angelaufen.



Im zweiten Anlauf hat es gereicht für den Titel "First Ship Home". Der Hamburger Notar Gerhard Clausen segelte während der ersten Wettfahrt nur als dritter über die Ziellinie. Nun aber führte er mit seiner 25 Meter langen "Calypso" das Feld während der zweiten Etappe an und gab die Spitzenposition bis ins Ziel nicht mehr ab. Etwa 190 Seemeilen vom schwedischen Karlskrona ins litauische Klaipeda liegen hinter den Seglern. Und obwohl die Strecke etwa 25 Seemeilen kürzer ist als die erste Etappe, war sie dennoch nicht so schnell abzusegeln. 20 Stunden und 30 Minuten hatte die "Calypso" gebraucht als sie am Donnerstagmorgen (24. Juli, um 9.30 Uhr MESZ) als erste das Ziel erreichte.



Die "Outsider" war in der stürmischen ersten Wettfahrt eine Stunde schneller. Schuld war der Wind, denn der ließ die Segler in der Nacht auf Donnerstag zwischenzeitlich im Stich, nahm stark ab und verlangsamte die Flotte.





"In der Nacht war der Wind teilweise sehr flau, aber wir sind ganz gut durchmarschiert", erzählte Clausen nach dem Zieleinlauf. "Nach einem guten Start sind wir gleich als erste aus dem Schärengürtel gekreuzt, konnten dann abbiegen und den "Code Zero" setzen", so der Skipper. Das große, frei fliegende Halbwind-Segel brachte ordentlich Speed und einen guten Vorsprung. Am Abend wurde es dann bereits flauer und der Wind dreht langsam auf Nordost. "Aber uns wurde eine wunderschöne sternenklare Nacht mit einem großartigen Mond geboten", so Clausen.



Nach berechneter Zeit reicht es für die "Calypso", die Clausen vor zwei Jahren aus Australien gekauft und für eine reduzierte Crew modifiziert hat, nicht zum Sieg. Das größte Schiff der Flotte muss deutlich schneller sein als die Konkurrenz, um seinem Handicap Faktor gerecht zu werden. Clausen kann dabei nicht auf ein eingespieltes Team zurückgreifen, sondern segelt die riesige weiße Yacht mit nur sechs, teilweise unerfahrenen

Crewmitgliedern. Darunter auch sein zehnjähriger Sohn Victor, der als jüngster Teilnehmer des Baltic Sprint Cup bei Segelwechseln und anderen Aufgaben an Bord kräftig mithilft.





Eine großartige Leistung hat die Crew um Uwe Lebens aus Norderstedt mit der "Scho-ka-kola" abgeliefert. Als zweite segelte die 57-Fuß-Yacht (17 Meter) knapp zwei Stunden nach der "Calypso" ins Ziel. Unter Berücksichtigung des Handicap-Faktors hat sie die "Calypso" allerdings überholt und liegt in der Berechnung der zweiten Etappe derzeit mit fast zwei Stunden in Führung. Die "Outsider" von Tilmar Hansen aus Kiel, die eine gute Stunde später als dritte Yacht die Ziellinie kreuzte, konnte die beiden ersten Yachten berechnet hingegen nicht schlagen.





Weitere Informationen, aktuelle Positionsmeldungen und Fotos im Internet unter www.balticsprintcup.com


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